Programmierbarer Uhrenbeweger mit TPD-Einstellung und Drehrichtung für eine Automatikuhr
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SammlerwissenJanuar 20265 Min. Lesezeit

TPD-Einstellungen für Uhrenbeweger — die komplette Tabelle

Die richtige TPD-Einstellung am Uhrenbeweger liegt für die meisten modernen Automatikwerke zwischen 650 und 800 Umdrehungen pro Tag (turns per day). Wer die genaue Zahl nicht kennt, fährt mit rund 750 TPD und bidirektionaler Drehrichtung sicher: Das hält die Zugfeder gespannt, ohne das Werk unnötig zu belasten. Entscheidend sind drei Werte — die Umdrehungen pro Tag, die Drehrichtung (im Uhrzeigersinn, gegen den Uhrzeigersinn oder beide) und die Ruhephasen.

Was bedeutet TPD bei einem Uhrenbeweger?

TPD steht für turns per day, also Umdrehungen pro Tag. Der Wert beschreibt, wie oft sich der Rotor des Beweger-Moduls innerhalb von 24 Stunden dreht, um die Zugfeder der Automatikuhr aufzuziehen. Eine getragene Uhr erreicht über die Armbewegung ähnliche Werte — der Beweger simuliert diese Bewegung im Ruhezustand.

Wichtig ist: Ein guter Beweger dreht nicht ununterbrochen. Er arbeitet in Intervallen mit Ruhepausen und verteilt die programmierten Umdrehungen über den Tag. Jedes Modul eines Kronberg-Uhrenbewegers ist einzeln programmierbar für TPD und Richtung, sodass Sie pro Uhr den passenden Wert wählen können. Wie die Mechanik dahinter funktioniert, erklären wir im Beitrag wie ein Uhrenbeweger funktioniert.

Programmierbarer Uhrenbeweger mit TPD-Einstellung und Drehrichtung für eine Automatikuhr

Welche TPD-Werte gelten für welche Marke?

Die meisten Hersteller geben keinen offiziellen TPD-Wert heraus, doch über Jahre haben Sammler verlässliche Richtwerte ermittelt. Die folgende Tabelle dient als Referenz für gängige Automatikwerke. Im Zweifel beginnen Sie mit dem niedrigeren Wert und erhöhen erst, wenn die Uhr nach 24 Stunden Ruhe Gangreserve verloren hat.

Marke / WerkEmpfohlene TPDDrehrichtung
Rolex (Kaliber 31xx/32xx)650–800Beide (bidirektional)
Omega (Co-Axial)650–800Beide
Patek Philippe800–1000Im Uhrzeigersinn
Audemars Piguet650–800Beide
Breitling650–800Beide
IWC650Beide
Panerai650–800Beide
Jaeger-LeCoultre650Beide
ETA / Sellita (Standard)650–800Beide

Beachten Sie: Diese Werte sind Richtwerte, keine Herstellervorgaben. Eine bidirektionale Einstellung passt zu den meisten Werken mit beidseitig aufziehendem Rotor und ist daher die sicherste Standardwahl. Für eine Rolex haben wir die Feinheiten von Richtung und TPD im Detail im Beitrag Uhrenbeweger für Rolex einstellen beschrieben.

Wie finde ich die richtige Drehrichtung?

Die Drehrichtung entscheidet darüber, ob die Zugfeder überhaupt aufgezogen wird. Werke ziehen entweder nur in eine Richtung, nur in die andere oder in beide auf. Steht die Information nicht im Datenblatt, gilt: bidirektional ist die fehlertolerante Wahl, da sie in jedem Fall einen Teil der Rotorbewegung in Aufzug umsetzt.

So testen Sie es ohne Datenblatt:

Im Zweifel gilt eine einfache Regel: 750 Umdrehungen pro Tag, bidirektional — damit liegen Sie bei fast jedem Automatikwerk richtig.

Kann ein zu hoher TPD-Wert die Uhr beschädigen?

Moderne Automatikwerke besitzen eine Rutschkupplung an der Zugfeder, die ein Überspannen verhindert. Ein dauerhaft zu hoher TPD-Wert beschädigt das Werk daher nicht akut, lässt die Mechanik aber unnötig oft gegen den Anschlag arbeiten. Sinnvoll ist es, sich an der unteren Grenze des empfohlenen Bereichs zu orientieren. Ausführlich gehen wir auf die häufigsten Bedenken im Beitrag sind Uhrenbeweger schädlich ein.

Genauso wichtig ist die Qualität des Antriebs. Ein präziser, leiser Motor hält die programmierten Intervalle exakt ein — warum das entscheidend ist, lesen Sie unter leise Uhrenbeweger.

Wie viele Module brauche ich für meine Sammlung?

Nur Automatikuhren profitieren von einem Beweger — Quarz- und Handaufzugsuhren gehören nicht aufs Modul. Zählen Sie also nur die Automatikuhren, die Sie regelmässig tragen wollen. Unsere Uhrenbeweger gibt es in 3-, 6- und 12-Modul-Varianten, jedes Modul mit eigener TPD- und Richtungsprogrammierung.

Wer mehr Uhren besitzt, als er gleichzeitig in Bewegung halten will, kombiniert Beweger mit fester Aufbewahrung. In einem Grand Cabinet oder einem unserer Standard-Safes lassen sich Beweger-Module und sichere Ablagefächer im selben Korpus integrieren — sicher verschlossen und individuell konfiguriert über unseren Konfigurator.

TPD-Einstellung in der Praxis: drei Szenarien

Tragen Sie eine Uhr nur am Wochenende, reicht ein moderater TPD-Wert, der sie startklar hält, ohne ständig aufzuziehen. Rotieren Sie täglich zwischen mehreren Stücken, profitiert jede Uhr von einem individuell gesetzten Wert pro Modul. Und für selten getragene Sammlerstücke ist oft ganz ohne Beweger die ruhigere Lagerung sinnvoll — dann kommt es auf das Werk an, nicht auf die Umdrehungszahl.

Häufige Fragen

Was ist der richtige TPD-Wert für meine Automatikuhr?

Für die meisten modernen Automatikwerke liegt der richtige Wert zwischen 650 und 800 Umdrehungen pro Tag; mit 750 TPD bidirektional liegen Sie bei nahezu jedem Werk richtig.

Was bedeutet TPD beim Uhrenbeweger?

TPD steht für "turns per day" — die Anzahl der Umdrehungen, die der Beweger pro Tag ausführt, um die Zugfeder der Automatikuhr aufzuziehen, verteilt über mehrere Intervalle mit Ruhephasen.

Welche Drehrichtung soll ich wählen?

Wenn die Herstellerangabe fehlt, ist die bidirektionale Einstellung (im und gegen den Uhrzeigersinn) die sicherste Wahl, da sie zu Werken mit beidseitigem Rotoraufzug passt.

Kann ein zu hoher TPD-Wert meine Uhr beschädigen?

Moderne Werke haben eine Rutschkupplung, die ein Überspannen verhindert, sodass kein akuter Schaden entsteht; dennoch sollte man sich am unteren Ende des empfohlenen Bereichs orientieren, um die Mechanik zu schonen.

Brauchen alle meine Uhren denselben TPD-Wert?

Nein — jede Uhr kann einen anderen optimalen Wert haben, weshalb jedes Modul eines Kronberg-Uhrenbewegers einzeln für TPD und Drehrichtung programmierbar ist.

Gehören Quarz- oder Handaufzugsuhren auf einen Uhrenbeweger?

Nein, nur Automatikuhren profitieren von einem Beweger; Quarz- und Handaufzugsuhren werden nicht durch Rotorbewegung aufgezogen und gehören daher nicht aufs Modul.

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