Die richtige TPD-Einstellung am Uhrenbeweger liegt für die meisten modernen Automatikwerke zwischen 650 und 800 Umdrehungen pro Tag (turns per day). Wer die genaue Zahl nicht kennt, fährt mit rund 750 TPD und bidirektionaler Drehrichtung sicher: Das hält die Zugfeder gespannt, ohne das Werk unnötig zu belasten. Entscheidend sind drei Werte — die Umdrehungen pro Tag, die Drehrichtung (im Uhrzeigersinn, gegen den Uhrzeigersinn oder beide) und die Ruhephasen.
TPD steht für turns per day, also Umdrehungen pro Tag. Der Wert beschreibt, wie oft sich der Rotor des Beweger-Moduls innerhalb von 24 Stunden dreht, um die Zugfeder der Automatikuhr aufzuziehen. Eine getragene Uhr erreicht über die Armbewegung ähnliche Werte — der Beweger simuliert diese Bewegung im Ruhezustand.
Wichtig ist: Ein guter Beweger dreht nicht ununterbrochen. Er arbeitet in Intervallen mit Ruhepausen und verteilt die programmierten Umdrehungen über den Tag. Jedes Modul eines Kronberg-Uhrenbewegers ist einzeln programmierbar für TPD und Richtung, sodass Sie pro Uhr den passenden Wert wählen können. Wie die Mechanik dahinter funktioniert, erklären wir im Beitrag wie ein Uhrenbeweger funktioniert.
Die meisten Hersteller geben keinen offiziellen TPD-Wert heraus, doch über Jahre haben Sammler verlässliche Richtwerte ermittelt. Die folgende Tabelle dient als Referenz für gängige Automatikwerke. Im Zweifel beginnen Sie mit dem niedrigeren Wert und erhöhen erst, wenn die Uhr nach 24 Stunden Ruhe Gangreserve verloren hat.
| Marke / Werk | Empfohlene TPD | Drehrichtung |
|---|---|---|
| Rolex (Kaliber 31xx/32xx) | 650–800 | Beide (bidirektional) |
| Omega (Co-Axial) | 650–800 | Beide |
| Patek Philippe | 800–1000 | Im Uhrzeigersinn |
| Audemars Piguet | 650–800 | Beide |
| Breitling | 650–800 | Beide |
| IWC | 650 | Beide |
| Panerai | 650–800 | Beide |
| Jaeger-LeCoultre | 650 | Beide |
| ETA / Sellita (Standard) | 650–800 | Beide |
Beachten Sie: Diese Werte sind Richtwerte, keine Herstellervorgaben. Eine bidirektionale Einstellung passt zu den meisten Werken mit beidseitig aufziehendem Rotor und ist daher die sicherste Standardwahl. Für eine Rolex haben wir die Feinheiten von Richtung und TPD im Detail im Beitrag Uhrenbeweger für Rolex einstellen beschrieben.
Die Drehrichtung entscheidet darüber, ob die Zugfeder überhaupt aufgezogen wird. Werke ziehen entweder nur in eine Richtung, nur in die andere oder in beide auf. Steht die Information nicht im Datenblatt, gilt: bidirektional ist die fehlertolerante Wahl, da sie in jedem Fall einen Teil der Rotorbewegung in Aufzug umsetzt.
So testen Sie es ohne Datenblatt:
Im Zweifel gilt eine einfache Regel: 750 Umdrehungen pro Tag, bidirektional — damit liegen Sie bei fast jedem Automatikwerk richtig.
Moderne Automatikwerke besitzen eine Rutschkupplung an der Zugfeder, die ein Überspannen verhindert. Ein dauerhaft zu hoher TPD-Wert beschädigt das Werk daher nicht akut, lässt die Mechanik aber unnötig oft gegen den Anschlag arbeiten. Sinnvoll ist es, sich an der unteren Grenze des empfohlenen Bereichs zu orientieren. Ausführlich gehen wir auf die häufigsten Bedenken im Beitrag sind Uhrenbeweger schädlich ein.
Genauso wichtig ist die Qualität des Antriebs. Ein präziser, leiser Motor hält die programmierten Intervalle exakt ein — warum das entscheidend ist, lesen Sie unter leise Uhrenbeweger.
Nur Automatikuhren profitieren von einem Beweger — Quarz- und Handaufzugsuhren gehören nicht aufs Modul. Zählen Sie also nur die Automatikuhren, die Sie regelmässig tragen wollen. Unsere Uhrenbeweger gibt es in 3-, 6- und 12-Modul-Varianten, jedes Modul mit eigener TPD- und Richtungsprogrammierung.
Wer mehr Uhren besitzt, als er gleichzeitig in Bewegung halten will, kombiniert Beweger mit fester Aufbewahrung. In einem Grand Cabinet oder einem unserer Standard-Safes lassen sich Beweger-Module und sichere Ablagefächer im selben Korpus integrieren — sicher verschlossen und individuell konfiguriert über unseren Konfigurator.
Tragen Sie eine Uhr nur am Wochenende, reicht ein moderater TPD-Wert, der sie startklar hält, ohne ständig aufzuziehen. Rotieren Sie täglich zwischen mehreren Stücken, profitiert jede Uhr von einem individuell gesetzten Wert pro Modul. Und für selten getragene Sammlerstücke ist oft ganz ohne Beweger die ruhigere Lagerung sinnvoll — dann kommt es auf das Werk an, nicht auf die Umdrehungszahl.
Für die meisten modernen Automatikwerke liegt der richtige Wert zwischen 650 und 800 Umdrehungen pro Tag; mit 750 TPD bidirektional liegen Sie bei nahezu jedem Werk richtig.
TPD steht für "turns per day" — die Anzahl der Umdrehungen, die der Beweger pro Tag ausführt, um die Zugfeder der Automatikuhr aufzuziehen, verteilt über mehrere Intervalle mit Ruhephasen.
Wenn die Herstellerangabe fehlt, ist die bidirektionale Einstellung (im und gegen den Uhrzeigersinn) die sicherste Wahl, da sie zu Werken mit beidseitigem Rotoraufzug passt.
Moderne Werke haben eine Rutschkupplung, die ein Überspannen verhindert, sodass kein akuter Schaden entsteht; dennoch sollte man sich am unteren Ende des empfohlenen Bereichs orientieren, um die Mechanik zu schonen.
Nein — jede Uhr kann einen anderen optimalen Wert haben, weshalb jedes Modul eines Kronberg-Uhrenbewegers einzeln für TPD und Drehrichtung programmierbar ist.
Nein, nur Automatikuhren profitieren von einem Beweger; Quarz- und Handaufzugsuhren werden nicht durch Rotorbewegung aufgezogen und gehören daher nicht aufs Modul.
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